Zusammenfassung: Grächen – Hohtschuggen – Eggeri – Grächen
Einfache Wanderung, die wir immer zum Einlaufen nutzen, wenn wir neu angekommen sind. Entlang von Blumenwiesen geht es unterhalb von Grächen in Richtung des Hohtschuggen. Start und Ausgangspunkt sind auf der gleichen Höhe von 1.620m, jedoch sind einige Höhenmeter zu überwinden. Aber auch gut für Anfänger machbar. Wir erweitern diese durch den Aufstieg zur Wasserleitung Eggeri und dann Rückkehr über den Grächer See.
Dauer ohne Pausen: ca. 3,5 Stunden
Länge: 9,7 Km
Höhenunterschied: 318 m auf / 318 m ab
Zeitpunkt: Ende Mai 2022 / September 2022

Beschreibung:

Los geht es am Postplatz in der Ortsmitte. Dort gehen wir Richtung des Parkhauses, neben dessen Einfahrt der Weg beginnt. Mit Gefälle geht es hinab in Richtung Kantonsstraße. Der Blick ins Seetal ist sehr schön von hier. Die Straße queren wir beim Chalet Dajana und durchlaufen den Weiler Bina. Zunächst geht es weiter bergab und dann kommt ein sehr schönes Bild, wenn Ihr Euch unterhalb der Felswand umdreht. Auf den Steinen thronen einige Walliser Häuschen und deuten darauf hin wie Grächen vor der großen touristischen und baulichen Erschließung aussah.

Weiler Bina

Wir gehen weiter auf einem breiten Wanderweg durch den Wald und durchqueren Weidegründe, die im Mai ziemlich verlassen daliegen. Im Sommer sind sie bevölkert von vielen Kühen, Ziegen und Schafen. Besonders Schwarznasenschafe sind hier oft angesiedelt.

Wir passieren immer wieder kleine sogenannte Bildstöcklein, quasi Minikapellen mit Bildern, Gebeten und christlichen Skulpturen und Kreuzen. An freien Stellen bietet sich ein wunderschönes Panorama. Unten liegt das Mattertal und auf der gegenüberliegenden Seite recken sich die Berge in den Himmel. Begleitet werden wir von unzähligen Schmetterlingen der verschiedensten Art. Vögel und Eichhörnchen sind in den Bäumen unterwegs.

Kaum zu glauben, dass hier mal die Kornkammer von Grächen lag. An den steilen Hängen wird heute keine Landwirtschaft mehr betrieben, aber man kann sich sehr gut vorstellen wie anstrengend das Tagwerk gewesen sein muss. Hier sind wie gesagt Tiere zum Grasen im Sommer. Wir treffen auf einen Ausstellungsschober, der uns zeigt wie hier vor hunderten Jahren gearbeitet wurde. Falls Ihr Euch gefragt habt, wieso die Schober auf Steinplatten stehen: Das war ein Schutz gegen Mäuse, die sich natürlich nur zu gerne an den Leckereien im Inneren gütlich getan hätten, aber überkopf gab es kein Reinkommen. Arme Mäuse!

Immer wieder geht der Blick auch ins Seetal, wo wir uns auch noch tummeln werden.

Blick ins Seetal

Der Weg steigt jetzt langsam an und bevor er dann steil wird, um die abgestiegenen Meter wieder aufzuholen, lädt eine Bank auf einem Felsen zum Verweilen ein. Wer sich traut geht weiter vor auf dem Arischipfa, dem Adlerfelsen wie es übersetzt heißt.

Letzter Wegteil zum Hohtschuggen

Weiter Richtung Hohtschuggen, einem Ausflugspunkt der absolut markant ist. Hier ist das Ende der sogenannten Mischabelgruppe. Diese zieht zwischen Mattertal und Saastal entlang und der Hohtschuggen, auf dem Gebiet von Stalden gelegen, markiert deren letzten Punkt bevor es steil bergab geht. Von hier hat man einen großartigen Blick. Auf der anderen Bergseite zeigt sich Törbel, an den steilen Hang gebaut, während in der Ferne sich Visp als Regionalhauptstadt zeigt. In den Sommermonaten wird der Hohtschuggen als Ausflugslokal betrieben mit extrem leckeren Walliser Spezialitäten. Die Location ist sehr beliebt und dann oft voll, sodass man auch mal Wartezeit einplanen muss. Besonders wenn man mit mehreren Person einkehren will. Aber es lohnt sich. Für mutige ist eine Kletterwand direkt unterhalb des Geländers. Nix für mich :o)

Nach einer Pause machen wir uns auf den Rückweg. Es begrüßt uns ein steiler Aufstieg auf dem Weg zur Hannigalp, dem Ski- und Wandergebiet Grächens, welches mit einer Bergbahn, die zur Saison fährt, sehr gut erreichbar ist. Nach 150 Höhenmeter biegen wir aber rechts ab zur Eggeri, einer der 4 Wasserleitungen von Grächen. Hier schreibe ich mehr bei der Tour zum Riedgletscher. Sanft geht es Richtung Grächer See. Vorher kreuzen wir die Abfahrt der Hannigpiste, welche von der Hannigalp nach Grächen hinab führt und dabei die 500 Meter Höhenunterschied überwindet. Dort sind auch schöne Sitzgelegenheiten vorhanden, wenn man Picknick machen möchte. Über den Grächer See erreichen wir unseren Ausgangspunkt und treffen unterwegs noch 2 niedliche Waldbewohner.

Update vom September 2022:
Die Trockenheit und der heiße Sommer machen sich immer mehr auch hier bemerkbar. Alles ist verdorrt und ohne das Wasser vom Riedgletscher würde man hier nichts mehr anbauen können. Den Bäumen tut das nicht gut. Noch nie haben wir so viel tote und vertrocknete Bäume gesehen. Der Klimawandel, der sich sehr deutlich an den Gletschern zeigt, setzt auch dem Wald zu.
Zum Beispiel gilt im gesamten Wallis ein Verbot für offenes Feuer und die sonst so beliebten Grillplätze im Freien sind unter Strafe gesperrt.

www.graechen.ch
http://www.matterhornvalley.ch

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