Zusammenfassung: Grächen – Stafelalp -Grächen
Anspruchsvolle Wanderung von Grächen, über den See, bis unterhalb der Heidnischen Tossen und dann quer zur Stafelalp. Dann Abstieg durch den Wald und über den Ziehweg von der Hannigalp zum See und nach Grächen
Dauer ohne Pausen: ca. 4 Stunden 45 Minuten / Direkt von der Hennig ca. 2 Stunden
Länge: 10,5 Km / 5,28 Km
Höhenunterschied: 630 m auf / 630 m ab
Zeitpunkt: Ende Mai 2022 / September 2022

Ein Video über die Hanni zur Stafel und nach Grächen findet Ihr hier auf meinem Instagram-Kanal.

Beschreibung
Unsere Tour beginnt wie so oft am Sportzentrum. Dort kann man wählen den steilen direkten Weg zum See zu gehen oder über die Autostraße. Wir wählen den Weg über die Straße für den Hinweg. Den See umrunden wir gemütlich bis wir auf den Schlittelweg treffen. Dieser wird im Winter von Schlittenfahren auf dem Weg von der Hannigalp genutzt. Hier beginnt unser Einstieg. Direkt etwas mit Steigung gehen wir den Weg an. Nach ca. 150 m biegt rechts einer der Wege ab, die noch vor wenigen Jahren vom Steinschlag verschüttet waren. Ursprünglich führte er zu den Lawinenbauten, dem sogenannten Lowizig. Dieser wurde durch den Steinschlag vom Durlochhorn zerstört. Ein Teil des Weges ist aber noch begehbar.

Bergauf geht es mit ordentlich Steigung. An der einen oder anderen Stelle wird auch gekraxelt, also über Felsbrocken gestiegen. So machen wir Meter um Meter nach oben.

Blick auf die Heidnischen Tossen.

Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir unser Ziel etwas oberhalb der Stafelalp auf 2.250m und machen erstmal Rast. Der Ausblick auf zahlreiche 3.000er ist wunderschön und fasziniert mich seit meiner Kindheit.

Von hier aus kann man weiter aufs Wannihorn steigen (das wird eine eigene Tour) oder zu den Tossen, zum Durlochhorn und Plattjen oder weiter ins Seetal. Im Sommer fahren in Grächen keine Bahnen bis ins Seetal, was sehr schade ist, da es von dort auch sehr schöne Touren über den Kamm ins Saastal gibt.

So steigen wir die herrlich riechenden Arven und Kiefern zurück Richtung Tal. Nicht ohne ein paar Bergbewohner zu treffen, die zu dieser Jahreszeit auch etwas weiter unten anzutreffen sind. Die Sommer verbringen die Gemsen gerne in Ruhe in höher gelegenen Gebieten. Dort kann man gelegentlich in etwas schrofferen Regionen durchaus auch mal einen Steinbock zu Gesicht bekommen.

Auf dem breiten Weg Richtung See kommen noch 2 bekanntere Wegpunkte.
Einerseits die sogenannte Brandsunna. Der Legende nach wurde sie von einem Wanderer erbaut, der Arischipfad in der Nähe des Hohtschuggen (siehe Bericht über die Wanderung zum Hohtschuggen) im Fels hing und schwor die kleine Kapelle zu errichten, wenn er denn überleben würde. Er schaffte es und so steht die Brandsunna am Wegesrand.

Nur wenige Schritte weiter treffen wir auf den Nordmannstein. Benannt durch und nach dem ersten regelmäßigen Kurgast von Grächen, dem Lehrer Nordmann aus Basel. 1896 kam er erstmals nach Grächen und für 10 Jahre wurde es sein jährlicher Urlaubsort. 1905 kaufte er der Gemeinde den Felsen ab und ließ dort eine Ruhebank hinstellen. Vor seiner Anreise wurde diese immer wieder hingestellt und danach entfernt. Eingraviert liest man Nordmannstein und das Jahr 1905 im Felsen. Im Grunde ein erster Schritt zum Tourismus in Grächen. (Quelle: Buch „Unterwegs in Grächen“ von Reinhold Walter)

Weiter gehen wir zum See und ins Dorf. Auf dem Weg passieren wir die Lourdes-Grotte knapp unterhalb des Sees. Auf dem Weg nach oben ist in 14 Granitblöcken der Leidensweg Jesu vor der Kreuzigung zu sehen. Endpunkt ist die Grotte, die der Lourdes-Grotte nachempfunden wurde. Dort kann man verweilen, Beten oder eine Kerze entzünden.

Am Ausgangspunkt, dem Sportzentrum endet unsere Heutige Tour.

www.graechen.ch
http://www.matterhornvalley.ch

Categories:

Tags:

Comments are closed

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner